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Ein Donnerstag.. kam und ging

Der Wecker klingelte erst um 8:30 Uhr. Vierzigmal Repeat und es war 13 Uhr. Die Vorlesung begann um 14 Uhr, genug Zeit also ausgiebig zuspät zu kommen. In der S-Bahn fesselte mich mein Roman über die Familie Mohn, die hinter Bertelsmann steht. In der Uni angekommen, war die Vorlesung schon fast vorüber, da wegen des Neujahrsempfanges ab 15 Uhr alle Veranstaltungen beendet waren. Auch die Bibliothek hatte nur bis 17 Uhr geöffnet, so das sich ein Besuch nicht lohnte. Der ganze Weg nach Potsdam, mehr oder minder umsonst. Auf dem Rückweg plagten mich die Gedanken an die bevorstehenden Klausuren. Die einzigen Gedanken die dies beseitgten, waren die an die nicht erhaltene Nachricht und den unterschwellig weiter währenden Streit mit ihm. Ich hatte ihn angerufen, den ersten Schritt wieder auf ihn zu gemacht. Seid zwei Wochen passiert jedoch nichts. So scheint es für ihn bedeutungslos zu sein. Ich muss mich mit dem Gedanken anfreunden, wieder einmal einen Menschen verloren zu haben, bevor ich wirklich sagen konnte, ich kenne ihn. Keine Bemühungen von seiner Seite. Seit einem Monat sind wir zerstritten. Eine emotionale Leere breitet sich aus. Und zwischen all die Gedanken verraten worden zu sein mischt sich der Gedanke an den Ex. Nach fast zwei Jahren Trennung ist er wieder allgegenwärtig in meinen Gedanken. Hin und wieder erkenne ich die Seiten die ich nicht mochte, doch der Blick in die Vergangenheit ist verklärt. Die schönen Zeiten werden heroisiert, die schlechten ausgeblendet. An dem Punkt an dem ich denke "Ich möchte ihn zurück", wache ich aus meinen Tagträumen auf und mir wird die Realität schmerzlich bewusst. Es gibt kein zurück mehr. Er ist weg, weit weg. Nicht räumlich, rein emotional gesehen. Es ist mehr als die zwei-drei km Luftlinie, das uns trennt. Doch gibt es auch Dinge die uns einen wie nichts zweites. Ich kann neben ihm sitzen mich weit entfernt fühlen, dann denke ich an die Momente die ich mit ihm geteilt habe. In Zweisamkeit, mit dem Gedanken nichts könnte uns trennen, wo wir uns geschworen haben uns niemals gehen zu lassen. Wie naiv waren wir doch, haben wir nicht gewusst wie weit wir uns voneinander entfernen würden. Manchmal schmerzt es, zu wissen wie weit er weg ist und sich bewusst zu werden, dass er mir fehlt. Als Mensch, als Mensch mit dem ich lachen und streiten konnte. Die nichtssagende Leere. Doch was bringt der reumütige Blick, habe ich doch keinerlei Perspektive je wieder eine Freundschcaft zu haben. Denn die Basis ist weggebrochen und ich bin selbst schuld. Doch ich muss diesen Gedanken abschütteln, nur der Blick nach vorn bringt mich weiter. Im Leben erwartet mich noch so viel. Nur muss ich es auch zulassen, mich nicht sperren gegen alles, wie ich es nach der letzten Sache wieder getan habe. Aber vielleicht ist morgen schon alles anders, der Tag kann alles bringen und ich denke ich werde versuchen ihm die Chance zu geben. Dem Tag, das er der beste meines Lebens wird. Eine Wohnungsbesichtigung, der Auszug in greifbarer Nähe. Freunde die mich erfüllen, die mich lieben wie ich bin, auch wenn ich Dinge tue, die ich hinterher bereue. Das ist es was mich für alles Leid und die Schmerzen entschädigt. Es gibt einige Menschen, die mir immer wieder zeigen, was es heißt geliebt zu werden. Der Schmerz hat auch sein positives, ich merke ich lebe. Jeden Tag ein neuer Versuch. Mal sehen wie der Versuch morgen gelingt.

by Effi

26.6.08 20:04
 


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